Drohnenführerschein A1/A3 - Kosten, Prüfung und Flugregeln

Drohnenprüfung Deutschland: Hier lernst du alles für deinen kleinen drohnenführerschein. Bestehe die Prüfung auf Anhieb mit den richtigen Fragen.

Geschrieben von

Wilfried Bock

Veröffentlicht am

18. Apr. 2026

Inhaltsverzeichnis

Beim Thema Drohnen geht es in Deutschland selten nur um ein Stück Papier. Entscheidend ist, welche Kategorie deine Drohne erfüllt, wie nah du an Menschen fliegen darfst und welche Pflichten schon vor dem Start greifen. In diesem Artikel ordne ich den kleinen Nachweis für Drohnenpiloten sauber ein, zeige die wichtigsten Regeln im Alltag und erkläre, wann der Schritt zum größeren Nachweis sinnvoll wird.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Der kleine Drohnennachweis ist in der Praxis der EU-Kompetenznachweis A1/A3 für die offene Kategorie.
  • In Deutschland wird er ab 250 Gramm Startmasse relevant; unterhalb davon gelten je nach Modell und Ausstattung trotzdem Pflichten.
  • Die Online-Prüfung umfasst 40 Multiple-Choice-Fragen, dauert 45 Minuten und verlangt 75 Prozent richtige Antworten.
  • Das Online-Training selbst ist kostenlos, die Ausstellung des Nachweises kostet 25 Euro.
  • Der Nachweis ist 5 Jahre gültig; die Betreiberregistrierung kostet 20 Euro und eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht.
  • Wer näher an Menschen fliegen will, sollte prüfen, ob statt A1/A3 direkt der A2-Nachweis besser passt.

Was der kleine Drohnenführerschein in Deutschland wirklich ist

Im Alltag spricht fast jeder vom „kleinen Drohnenführerschein“. Rechtlich genauer ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3. Er gehört zur offenen Kategorie und deckt die meisten Freizeitflüge sowie viele einfache gewerbliche Einsätze ab, solange du innerhalb der Regeln bleibst.

Ich halte diese Unterscheidung für wichtig, weil der Begriff „Führerschein“ schnell mehr verspricht, als er leistet. Es geht nicht um eine allgemeine Flugerlaubnis für alle Situationen, sondern um den Nachweis, dass du die Grundregeln für sichere Flüge kennst. Die offene Kategorie ist die einfachste Klasse im europäischen System, aber sie ist eben nicht grenzenlos.

Praktisch heißt das: Du darfst nicht einfach überall starten, nur weil deine Drohne klein ist. Gewicht, Umgebung, Menschen in der Nähe und die jeweilige Unterkategorie entscheiden darüber, was erlaubt ist. Genau deshalb lohnt es sich, die Einsatzgrenzen früh zu verstehen, bevor man in die Prüfung geht.

Im nächsten Schritt geht es also darum, bei welchen Drohnen der Nachweis Pflicht ist und wo die Grenze bei 250 Gramm in der Praxis wirklich liegt.

Wann du ihn brauchst und wo die Grenze bei 250 Gramm liegt

Die grobe Linie ist klar: Ab 250 Gramm Startmasse brauchst du den Kompetenznachweis A1/A3, wenn du in der offenen Kategorie fliegen willst. Das ist die Schwelle, an der aus „einfach mal losfliegen“ schnell ein regulierter Vorgang wird. Viele Einsteiger unterschätzen das, weil sie nur auf die reine Größe schauen und nicht auf Gewicht, Kamera und Nutzung.

Unterhalb von 250 Gramm bist du nicht automatisch aus allen Pflichten heraus. Sobald eine Drohne mit Kamera oder einem anderen Sensor ausgestattet ist, der personenbezogene Daten erfassen kann, kann die Betreiberregistrierung verpflichtend werden, sofern es sich nicht um ein Spielzeug handelt. Gerade bei Mini-Drohnen ist das der Punkt, an dem viele zum ersten Mal von Registrierung, Kennzeichnung und Haftpflicht hören.

Drohne oder Einsatz Was in der Regel gilt Was du beachten solltest
Unter 250 g ohne Kamera Meist kein Kompetenznachweis nötig Trotzdem Flugraum, Sicherheit und lokale Verbote prüfen
Unter 250 g mit Kamera oder Sensor Betreiberregistrierung kann Pflicht sein Datenschutz und Kennzeichnung nicht übersehen
Ab 250 g bis 25 kg in der offenen Kategorie A1/A3-Nachweis erforderlich Flugregeln, Menschenabstände und Geo-Zonen beachten
Einsatz außerhalb der offenen Kategorie Der kleine Nachweis reicht nicht mehr Dann wird es eher ein Fall für die spezifische Kategorie oder A2

Wichtig ist für mich dabei vor allem eines: Die Grenze hängt nicht nur am Modell, sondern auch am geplanten Einsatz. Wer die Regeln früh sauber einordnet, erspart sich später Ärger mit falschen Annahmen. Genau deshalb ist der nächste logische Schritt die Prüfung selbst.

So läuft die Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt ab

Der Weg zum Nachweis ist unkompliziert, aber nicht banal. Beim LBA besteht er aus einem Online-Training und einer anschließenden Theorieprüfung. Das Training führt systematisch durch Luftrecht, Betrieb, Sicherheit, menschliche Leistungsfähigkeit und die Grundlagen des Drohnenflugs. Das ist keine trockene Formalität, sondern genau der Stoff, der später Fehler verhindert.

Die Prüfung besteht aus 40 Multiple-Choice-Fragen aus 9 Fachgebieten. Du hast 45 Minuten Zeit, und zum Bestehen brauchst du 75 Prozent richtige Antworten. Wer durchfällt, kann wiederholen. Ich finde diese Hürde fair, weil sie nicht auf Auswendiglernen setzt, sondern auf echtes Verständnis der Grundregeln.

Für den kleinen Nachweis fallen aktuell 25 Euro an. Das Online-Training selbst ist kostenlos, die eigentliche Ausstellung des Zertifikats ist gebührenpflichtig. Das ist aus meiner Sicht ein vernünftiger Rahmen: niedrig genug für Einsteiger, aber klar genug, damit die Sache einen offiziellen Charakter behält.

Nach dem Bestehen lohnt es sich, nicht sofort nur auf die Urkunde zu schauen. Die eigentliche Praxis beginnt erst draußen am Flugplatz, auf der Wiese oder am Rand eines Feldes, und dort gelten die Abstands- und Standortregeln mit voller Härte.

Schema für den kleinen drohnenführerschein: Zertifiziert, Speziell und Offen. Drohnen fliegen über Menschen und Städten.

Welche Regeln in der Praxis den Unterschied machen

Die EASA ordnet die offene Kategorie in A1, A2 und A3. Für den kleinen Nachweis sind vor allem A1 und A3 relevant. A1 ist die flexiblere Variante für leichtere Drohnen, bei der du keine Menschenansammlungen überfliegen darfst und unbeteiligte Personen möglichst meidest. A3 ist deutlich strenger und verlangt einen Abstand von 150 Metern zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.

Zusätzlich gilt in der offenen Kategorie eine maximale Flughöhe von 120 Metern über Grund. Wer das ignoriert, fliegt nicht mehr im sicheren Standardrahmen. Das klingt banal, ist in der Praxis aber ein häufiger Fehler, weil sich viele zu sehr auf Kameraqualität und Flugmodi konzentrieren und zu wenig auf den Raum unter der Drohne.

Unterkategorie Typische Nutzung Wichtigste Grenze
A1 Leichte Drohnen, kurze Freizeitflüge, kontrollierte Aufnahmen Keine Menschenansammlungen, unbeteiligte Personen möglichst nicht überfliegen
A2 Fliegen näher an Personen, aber mit mehr Kontrolle Mindestens 30 Meter Abstand, mit Langsamflugmodus bis 5 Meter
A3 Flüge auf freien Flächen, fern von Bebauung 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten

Hinzu kommen zwei Punkte, die ich in der Praxis nie ausklammere: Geo-Zonen und Haftpflichtversicherung. In Deutschland ist eine Haftpflicht für den Betrieb Pflicht, und Sperrgebiete oder eingeschränkte Zonen musst du vor jedem Flug prüfen. Die beste Lizenz hilft dir nicht, wenn der Startort selbst nicht zulässig ist. Wer diese Regeln im Griff hat, fragt meist sehr schnell, ob sich der größere A2-Nachweis für den eigenen Stil lohnt.

Wann sich der A2-Nachweis statt des kleinen Scheins lohnt

Der kleine Nachweis reicht für viele Piloten völlig aus. Wer vor allem auf Feldern, an abgelegenen Orten oder mit klaren Sicherheitsabständen fliegt, braucht häufig nicht mehr. Sobald du aber regelmäßig näher an Menschen arbeiten willst, etwa bei Aufnahmen auf privaten Grundstücken, bei technischen Inspektionen oder in dichter genutzten Umgebungen, wird A2 interessant.

Der Unterschied ist nicht nur theoretisch. Für A2 brauchst du zuerst den A1/A3-Nachweis, zusätzlich ein praktisches Selbststudium und eine weitere Theorieprüfung. Dafür bekommst du mehr Spielraum bei Flügen in der Nähe unbeteiligter Personen. Genau das macht den Nachweis für viele ambitionierte Piloten attraktiv, weil er nicht nur mehr erlaubt, sondern die Einsatzmöglichkeiten spürbar erweitert.

  • A1/A3 reicht meist aus, wenn du sicher, schlicht und eher auf offenem Gelände fliegst.
  • A2 lohnt sich, wenn du näher an Menschen heranmusst, ohne direkt in die spezielle Kategorie zu rutschen.
  • Der kleine Nachweis ist kein Ersatz für gutes Flugurteil, sondern nur die Grundvoraussetzung.

Ich würde die Entscheidung deshalb nicht an der Frage „Was kostet weniger?“ festmachen, sondern an der realen Flugpraxis. Wer später ohnehin in komplexere Szenarien möchte, spart am Ende oft Zeit, wenn er gleich die passende Stufe wählt. Vorher sollte man aber die Kosten, die Gültigkeit und die typischen Stolperfallen sauber kennen.

Kosten, Gültigkeit und die Fehler, die ich am häufigsten sehe

Rein formal ist der kleine Nachweis überschaubar teuer, die Nachlässigkeit danach oft nicht. Der Kompetenznachweis A1/A3 kostet 25 Euro, die Betreiberregistrierung 20 Euro. Dazu kommt die Haftpflichtversicherung, deren Beitrag je nach Anbieter und Deckung stark variiert. Wer nur auf die Prüfungsgebühr schaut, hat also schnell ein falsches Bild vom tatsächlichen Gesamtaufwand.

Der Nachweis ist 5 Jahre gültig. Danach musst du ihn verlängern. Das ist kein Drama, aber man sollte es sich auf den Kalender setzen. Ich sehe regelmäßig, dass Piloten den Ablauf schlicht vergessen und dann plötzlich nicht mehr sauber flugbereit sind.

Die häufigsten Fehler sind erstaunlich ähnlich:

  • Die Betreiberregistrierung wird mit dem Pilotennachweis verwechselt.
  • Eine kleine Drohne wird automatisch für überall geeignet gehalten.
  • Geo-Zonen werden erst nach dem Start geprüft, nicht vorher.
  • Die Kamera wird als harmlos betrachtet, obwohl sie rechtlich relevant sein kann.
  • Der Ablauf des 5-Jahres-Nachweises wird übersehen.

Wenn du diese Punkte sauber trennst, wird aus dem Thema schnell ein überschaubares System statt eines Regel-Dschungels. Genau damit endet der eigentliche Lernteil, aber nicht die praktische Vorbereitung.

Ein kurzer Startcheck, der dir später viel Ärger erspart

Bevor ich eine Drohne aufsteige lasse, gehe ich gedanklich immer dieselbe Reihenfolge durch: Gewicht und Klasse prüfen, Registrierung kontrollieren, Nachweis und Versicherung parat haben, Flugzone ansehen, Menschenabstände einschätzen und erst dann den Akku starten. Das klingt simpel, verhindert aber die meisten unnötigen Probleme.

  • Ist die Drohne für die geplante Unterkategorie geeignet?
  • Ist die Betreiberregistrierung vorhanden und korrekt angebracht?
  • Ist der Nachweis noch gültig?
  • Ist die Haftpflicht aktiv?
  • Ist der Flugort erlaubt und frei von Geo-Zonen-Problemen?
  • Bleiben Höhe und Abstand im erlaubten Rahmen?

Wer den kleinen Nachweis nicht als Hürde, sondern als sauberen Einstieg versteht, fliegt entspannter und meist auch sicherer. Für Modellflieger und Drohnenpiloten ist genau das der sinnvolle Punkt: nicht mehr Papier als nötig, aber genug Wissen, um das eigene Setup verantwortungsvoll zu beherrschen.

Häufig gestellte Fragen

Ab 250 Gramm Startmasse ist der Kompetenznachweis A1/A3 für Flüge in der offenen Kategorie erforderlich. Unter 250 Gramm kann bei einer Drohne mit Kamera oder anderem datenerfassenden Sensor trotzdem eine Betreiberregistrierung Pflicht sein, sofern sie kein Spielzeug ist.

Nach dem kostenlosen Online-Training folgt eine Prüfung mit 40 Multiple-Choice-Fragen aus 9 Fachgebieten. Dafür stehen 45 Minuten zur Verfügung, und mindestens 75 Prozent der Antworten müssen richtig sein. Die Ausstellung des Nachweises kostet 25 Euro.

In A1 dürfen keine Menschenansammlungen überflogen werden, unbeteiligte Personen sind möglichst zu meiden. A3 verlangt 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. Zusätzlich gilt in der offenen Kategorie eine maximale Flughöhe von 120 Metern über Grund.

A2 lohnt sich, wenn du regelmäßig näher an unbeteiligten Personen fliegen musst, etwa bei Aufnahmen auf privaten Grundstücken oder technischen Inspektionen. Dafür brauchst du zunächst A1/A3, ein praktisches Selbststudium und eine weitere Theorieprüfung. In A2 gelten grundsätzlich 30 Meter Abstand, im Langsamflugmodus sind 5 Meter möglich.

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kompetenznachweis betreiberregistrierung geo-zonen haftpflichtversicherung a2-nachweis

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Wilfried Bock

Wilfried Bock

Mein Name ist Wilfried Bock und ich habe 13 Jahre Erfahrung im Bereich RC Modellbau, insbesondere in den Bereichen Flugzeuge, Autos, Schiffe und Drohnen. Meine Faszination für die Welt der ferngesteuerten Modelle begann schon in meiner Kindheit, als ich meinen ersten Modellflieger baute. Seitdem hat mich die Technik und die Kreativität, die hinter jedem Modell steckt, nie losgelassen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des RC Modellbaus, von den Grundlagen bis hin zu fortgeschrittenen Techniken. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich prüfe meine Quellen sorgfältig und vergleiche verschiedene Ansätze, um sicherzustellen, dass meine Leser stets die aktuellsten und nützlichsten Informationen erhalten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und jedem die Freude am Modellbau näherzubringen.

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