Jeti DS-24 II - lohnt sich der Umstieg?

Jeti DS 24 v2 Fernsteuerung mit zwei Joysticks, vielen Schaltern und einem Touchscreen.

Geschrieben von

Wilfried Bock

Veröffentlicht am

2. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

Die Jeti DS-24 II ist kein Sender für Kompromisse, sondern ein Werkzeug für Modelle, bei denen Präzision, Telemetrie und eine saubere Bedienlogik wirklich zählen. In diesem Artikel ordne ich die zweite Generation technisch ein, zeige die wichtigsten Unterschiede zur ersten DS-24 und erkläre, wann sich der hohe Anspruch im Alltag bezahlt macht. Dazu kommen konkrete Hinweise zu Software, Lieferumfang, Preisniveau und den typischen Fehlern beim Kauf.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Die DS-24 II ist die zweite Generation des Jeti-Flaggschiffs für anspruchsvolle RC-Setups.
  • Bluetooth, USB-C, Wi-Fi-Modul und JETI Studio Mobile machen die Bedienung deutlich moderner als bei der ersten DS-24.
  • Mit 24 Kanälen, 2,4 GHz plus 900 MHz NG-Backup und 4096 Knüppel-Schritten richtet sich der Sender klar an Fortgeschrittene.
  • Das aktuelle Händlerpreisniveau in Deutschland liegt grob zwischen 2.280 und 2.440 Euro, je nach Variante und Verfügbarkeit.
  • Besonders sinnvoll ist die DS-24 II für Segler, Großmodelle, Jets und komplexe Telemetrie-Setups.

Jeti DS 24 v2 Fernsteuerung mit zwei Joysticks, Touchscreen und vielen Knöpfen in lila und schwarzem Carbon-Look.

Was die DS-24 II technisch auszeichnet

Die zweite Generation der DS-24 bleibt dem Grundgedanken der Serie treu: ein hochpräziser Handsender für Daumensteuerung, der sich eher wie ein Arbeitsgerät als wie ein Lifestyle-Produkt anfühlt. Für mich sind vor allem drei Punkte entscheidend: die Funkarchitektur mit 2,4 GHz und 900 MHz NG-Backup, die aufgeräumte Bedienoberfläche mit dem neuen JUi2-Look und die überarbeitete Mechanik der Knüppelaggregate.

Praktisch relevant ist auch die reine Ausstattung. Der Sender bringt einen 4-Zoll-Bildschirm, einen 6200-mAh-Akku, 8 GB Speicher, 4096 Stick-Auflösungsstufen und ein Aluminiumgehäuse mit. Das klingt nach Datenblatt, aber im Alltag bedeutet es vor allem: viel Reserve für Telemetrie, logische Schalter, Mischer und große Modelle mit vielen Funktionen.

Merkmal Wert Praxisnutzen
Kanäle 24 Genug Spielraum für komplexe Flugmodelle, Großsegler und Funktionsmodelle
Knüppelauflösung 4096 Schritte Feinfühlige Steuerung, besonders bei Thermik, Landung und präzisen Achsbewegungen
Display 4 Zoll Besser ablesbar bei Sonne und bei Telemetrieanzeigen mit vielen Werten
Akku 6200 mAh Lange Laufzeit, auch wenn man viel mit Telemetrie und Sprachansagen arbeitet
Speicher 8 GB SD Genug Platz für Modelle, Logs und Zusatzdaten
Backup-Funk 900 MHz NG Zusätzliche Redundanz für anspruchsvolle Setups
Gewicht 1300 g Spürbar hochwertig, aber kein Leichtgewicht für den schnellen Parkflug

Wichtig ist auch die Mechanik: Hall-Sensoren messen die Knüppelbewegung kontaktlos, also ohne klassischen Schleifkontakt. Das reduziert Verschleiß und sorgt langfristig für ein gleichmäßiges Steuergefühl. Genau daran sieht man schon, warum sich der Vergleich zur ersten DS-24 lohnt.

Was sich gegenüber der ersten DS-24 wirklich geändert hat

Die erste DS-24 war bereits ein sehr starker Sender, ist inzwischen aber abgekündigt. Die DS-24 II modernisiert vor allem das, was man im Alltag wirklich merkt: Ergonomie, Anzeige, Konnektivität und Wartungsfreundlichkeit. Das ist aus meiner Sicht sinnvoller als ein rein kosmetisches Facelift.

Bereich DS-24 DS-24 II Was das in der Praxis bringt
Gehäuse und Tragegefühl Sehr robustes, klassisches Gehäuse Neu gestalteter, leichterer Rahmen Weniger Ermüdung bei langen Sessions, angenehmer in der Hand
Bedienoberfläche Ältere Menüstruktur JUi2 mit modernerer Grafik und besserer Navigation Schnelleres Finden von Funktionen und sauberere Telemetrieansichten
Konnektivität Ohne den heutigen Smartphone-Workflow Bluetooth, USB-C, Wi-Fi-Modul Einfachere Verbindung mit App, PC und zukünftigem Update-Konzept
Knüppelverstellung Klassische Konfiguration Neue Knüppelaggregate mit Frontverstellung Schnelleres Anpassen ohne unnötiges Zerlegen
Schalter und Service Bewährt, aber klassischer Aufbau Simpleres System für den Schaltertausch Besser wartbar, wenn man Funktionen später umbaut
Rückseite und Ergonomie Solide, aber älteres Layout Überarbeitete Rückseite mit besserer Handführung Spürbar angenehmer, vor allem bei langen Flügen

Ich würde die Neuerungen nicht als Revolution, sondern als konsequente Weiterentwicklung beschreiben. Die Funkbasis bleibt stark, aber die II-Generation macht den Sender in der Bedienung und im Alltag deutlich zeitgemäßer. Genau deshalb ist sie heute die relevante Kaufoption, nicht mehr die alte DS-24.

Wie Telemetrie und Software den Sender im Alltag besser machen

Bei einem Sender dieser Klasse entscheidet nicht nur die Hardware, sondern vor allem der Umgang mit Daten. Die DS-24 II spielt ihre Stärken aus, wenn man Telemetrie nicht nur als hübschen Zusatz betrachtet, sondern als Werkzeug: Akkuwerte, Empfangsqualität, Antriebsdaten, Höhe, Strömung oder Temperatur lassen sich so darstellen, dass man im Flug wirklich etwas damit anfangen kann.

Besonders gut gefällt mir die Kombination aus Desktop-Software und Smartphone-Anbindung. JETI Studio läuft plattformübergreifend und ist für die Auswertung von Telemetriedaten, Logs, Gerätekonfiguration und Updates gedacht. JETI Studio Mobile ergänzt das um Live-Telemetrie auf Android und iOS, inklusive Grafen, Anzeigen, Kartenansicht und Alarmen. Für Segler, Jets oder große Funktionsmodelle ist das nicht nett, sondern praktisch.

  • Am PC würde ich Modelle strukturieren, Logs auswerten und größere Änderungen am Setup machen.
  • Am Smartphone nutze ich Live-Telemetrie, wenn ich schnell Werte prüfen oder eine Sitzung kontrollieren will.
  • Für laute Umgebungen sind Bluetooth-Audio und Sprachansagen sinnvoll, weil Alarme nicht im Display untergehen.
  • Für große Modelle ist die Logik aus Werten, Alarmen und Voice-Ansagen oft hilfreicher als ein einzelner Warnton.

Die Grenze ist klar: Die App ersetzt keine saubere Senderprogrammierung. Sie macht Monitoring leichter, aber eine durchdachte Modellstruktur bleibt Pflicht. Genau an dieser Stelle trennt sich der gute Sender vom teuren Spielzeug. Und von dort führt der Blick direkt zur Frage, wie sich die DS-24 II mechanisch anfühlt.

Wie sich die DS-24 II im Alltag bedienen lässt

Die DS-Serie ist für Daumensteuerung gebaut. Das ist wichtig, weil man damit die Form des Senders anders bewertet als bei einem klassischen Pultsender. Wer mit Daumen fliegt, profitiert von den kompakten Griffwegen und der direkten Lage der Bedienelemente. Wer lieber mit Tray oder Halter arbeitet, kann das ebenfalls tun, sollte aber die Ergonomie bewusst mitdenken.

Ich sehe drei Punkte, die im Alltag wirklich zählen:

  • Die neue Knüppelmechanik fühlt sich präziser und moderner an, vor allem beim sauberen Zentrieren und bei kleinen Korrekturen.
  • Die Frontverstellung erleichtert das Anpassen der Steuerknüppel, wenn man verschiedene Griffstile oder Moden nutzt.
  • Die Rückseite ist besser durchdacht, was man nach längeren Flügen tatsächlich merkt.

Für Tray-Piloten ist ein Punkt wichtig, den man gern unterschätzt: Seitliche Potis und zusätzliche Bedienelemente müssen in der Trageposition erreichbar bleiben. Dafür gibt es passendes Zubehör, unter anderem verlängerte Hebel. Wer das ignoriert, ärgert sich später über schlecht erreichbare Regler oder unnötige Bastellösungen.

In der Praxis funktioniert die DS-24 II deshalb am besten dort, wo viele Funktionen und lange Flugzeiten zusammenkommen. Das bringt uns zur Frage, für welche Modelle sie wirklich Sinn ergibt und wann sie schlicht überdimensioniert ist.

Für welche Modelle und Piloten sie am meisten Sinn ergibt

Ich würde die DS-24 II klar in die Oberklasse für anspruchsvolle Piloten einordnen. Das gilt vor allem für Modelle, bei denen Telemetrie, Sicherheit und viele Funktionskanäle zusammenkommen. Typische Kandidaten sind Großsegler, Jets, Kunstflugmodelle mit komplexen Schaltfunktionen, Scale-Modelle und aufwendige Helikopter-Setups.

Im RC-Alltag sehe ich folgende Einsatzfelder besonders passend:

  • Segelflug mit vielen Flugphasen, Variometer und sauber abgestimmten Mischern.
  • Jet- und Großmodellflug mit hoher Anforderung an Telemetrie und Redundanz.
  • Helikopter mit Drehzahlmanagement, Flugzuständen und klaren Alarmen.
  • Funktionsmodelle auf Schiff- oder Spezialbasis, wenn viele Schalter und Ausgänge nötig sind.

Weniger naheliegend ist der Sender für klassische Einsteiger, einfache Sportmodelle oder den reinen Parkfly-Betrieb. Technisch kann man ihn natürlich auch dafür nutzen, aber wirtschaftlich ergibt das oft wenig Sinn. Im Car-Bereich greifen viele Piloten mit gutem Grund zu pistolenförmigen Sendern, und bei Drohnen ist die DS-24 II meist nur dann interessant, wenn man bewusst in das Jeti-Ökosystem investiert.

Mein Zwischenfazit an dieser Stelle ist klar: Die DS-24 II ist ein Sender für Leute, die ihre Fernsteuerung nicht als Nebenrolle sehen. Wer die Funktionen ausnutzt, bekommt sehr viel zurück. Wer nur einen simplen Allround-Sender sucht, zahlt für Reserven mit, die er kaum abrufen wird.

Preis, Lieferumfang und Kaufentscheidung in Deutschland

Beim Preis spricht man bei der DS-24 II ohne Beschönigung von Oberklasse. In Deutschland habe ich aktuell Händlerpreise gesehen, die je nach Variante und Verfügbarkeit grob zwischen 2.280 und 2.440 Euro liegen. Das ist kein Spontankauf, sondern eine bewusste Investition in ein System, das viele Jahre bleiben soll.

Der Standardlieferumfang ist dabei durchaus üppig und wirkt eher wie ein komplettes System als wie ein nackter Sender:

  • Aluminiumkoffer
  • Sendergurt
  • REX12 Assist Empfänger mit Zubehör
  • Ladegerät
  • USB-C-Kabel
  • DUPLEX-Pad
  • Montagewerkzeug
  • Reinigungstuch und Handbuch

Aus meiner Sicht sollte man den Preis nicht isoliert betrachten. Wichtiger ist die Frage, ob man den Funktionsumfang wirklich braucht: 24 Kanäle, Telemetrie, Redundanz, erweiterte Logik, App-Anbindung und eine sehr feine mechanische Auslegung. Wer das nutzt, relativiert den Preis schneller, als die nackte Zahl vermuten lässt. Wer das nicht nutzt, wird auch mit einem deutlich kleineren Sender glücklich.

Worauf ich beim Einrichten und im Betrieb achten würde

Bei einem Sender wie diesem liegt der größte Fehler selten in der Hardware, sondern in der Organisation. Die DS-24 II kann sehr viel, und genau deshalb muss man sauber anfangen. Ich würde vor dem ersten ernsthaften Einsatz vier Dinge klären: Griffhaltung, Schalterbelegung, Telemetriestruktur und Softwarestand.

  • Vor dem Kauf sollte klar sein, ob du konsequent mit Daumen, im Tray oder mit wechselnden Setups fliegen willst.
  • Die Schalterbelegung sollte man nicht nebenbei machen. Bei vielen Flugzuständen wird sonst aus Freiheit schnell Chaos.
  • Telemetriealarme müssen sparsam und sinnvoll gesetzt sein. Zu viele Ansagen sind keine Sicherheit, sondern Lärm.
  • Firmware und Empfänger sollten vor dem ersten Einsatz aufeinander abgestimmt werden.
  • Die App-Anbindung ist stark, ersetzt aber keine saubere Modellstruktur im Sender selbst.

Ein zweiter häufiger Fehler ist die falsche Erwartung an die Komplexität. Die DS-24 II ist nicht schwer, weil sie kompliziert wäre, sondern weil sie viel kann. Wer damit geordnet arbeitet, bekommt ein sehr stabiles System. Wer alles auf einmal ausprobieren will, verliert schnell den Überblick. Genau deshalb würde ich bei neuen Nutzern immer mit einer sauberen Grundkonfiguration starten und erst danach Mischer, Sprachansagen und Zusatzfunktionen ausbauen.

Wann ich heute zur DS-24 II greifen würde

Ich würde die DS-24 II dann wählen, wenn ich langfristig im Jeti-System bleibe, viele Modelle betreibe und Telemetrie wirklich nutze. In diesem Fall ist der Sender nicht nur ein Eingabegerät, sondern die zentrale Schaltstelle des gesamten Setups. Dann rechtfertigen die bessere Ergonomie, die moderne Oberfläche und die App-Anbindung den Preis sehr schnell.

Nicht meine erste Wahl wäre sie dagegen bei überschaubaren Modellen mit wenigen Funktionen oder wenn das Budget enger ist. Dann ist die DS-24 II schlicht zu groß gedacht. Für ambitionierte Piloten in Flug, Segel, Großmodell und anspruchsvoller Elektronik ist sie aber auch 2026 noch eine sehr starke, sehr vernünftige Oberklasse-Lösung.

Wer also einen Sender sucht, der heute modern wirkt und in den nächsten Jahren nicht alt aussieht, bekommt hier eine der konsequentesten Antworten im RC-Bereich.

Häufig gestellte Fragen

Die DS-24 II modernisiert vor allem die Bereiche, die man im Alltag merkt: ein neuerer JUi2-Look, Bluetooth, USB-C, ein Wi-Fi-Modul und eine bessere Bedienlogik. Dazu kommen überarbeitete Knüppelaggregate mit Frontverstellung und eine leichter wartbare Schalterlösung. Die erste DS-24 ist inzwischen abgekündigt, die II ist die relevante Kaufoption.

Am meisten Sinn macht sie für Segler, Großmodelle, Jets, Helikopter und Funktionsmodelle mit vielen Kanälen und Telemetrie. Mit 24 Kanälen, 2,4 GHz plus 900 MHz NG-Backup und 4096 Knüppel-Schritten ist sie klar für anspruchsvolle Setups gebaut. Für einfache Sportmodelle oder Einsteiger ist sie meist überdimensioniert.

JETI Studio ist für PC oder Mac gedacht und eignet sich für Modellverwaltung, Log-Auswertung, Konfiguration und Updates. JETI Studio Mobile ergänzt das um Live-Telemetrie auf Android und iOS mit Grafen, Anzeigen, Kartenansicht und Alarmen. Die App ersetzt aber keine saubere Programmierung im Sender selbst.

In Deutschland liegt das Händlerpreisniveau grob zwischen 2.280 und 2.440 Euro, je nach Variante und Verfügbarkeit. Zum Lieferumfang gehören unter anderem ein Aluminiumkoffer, Sendergurt, REX12 Assist Empfänger mit Zubehör, Ladegerät, USB-C-Kabel, DUPLEX-Pad, Werkzeug, Reinigungstuch und Handbuch.

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jeti sender telemetrie hall-sensoren großmodelle

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Wilfried Bock

Wilfried Bock

Mein Name ist Wilfried Bock und ich habe 13 Jahre Erfahrung im Bereich RC Modellbau, insbesondere in den Bereichen Flugzeuge, Autos, Schiffe und Drohnen. Meine Faszination für die Welt der ferngesteuerten Modelle begann schon in meiner Kindheit, als ich meinen ersten Modellflieger baute. Seitdem hat mich die Technik und die Kreativität, die hinter jedem Modell steckt, nie losgelassen. Ich schreibe über verschiedene Aspekte des RC Modellbaus, von den Grundlagen bis hin zu fortgeschrittenen Techniken. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich prüfe meine Quellen sorgfältig und vergleiche verschiedene Ansätze, um sicherzustellen, dass meine Leser stets die aktuellsten und nützlichsten Informationen erhalten. Mein Ziel ist es, komplexe Themen zu vereinfachen und jedem die Freude am Modellbau näherzubringen.

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